In sechs Monaten erbaut
Das Eissportzentrum Oberthurgau steht seit zehn Jahren.
Die Idee dazu war schon 1998 geboren.
ROMANSHORN: Die Idee, eine Eissporthalle zu bauen, hatte die siebenköpfige Gruppe um Richard Stäheli, dem Mehrheitsaktionär des Eissportzentrums Oberthurgau (EZO), bereits 1998. Es ging darum, dem EHC Uttwil, den heutigen Pikes, einen geeigneten Trainingsort zu bieten, damit diese eine eigene Nachwuchsabteilung aufbauen konnten.
13 000 Quadratmeter
Romanshorn wurde als geeignete Ortschaft auserkoren und das Areal der Eidgenössischen Alkoholverwaltung am Egnacherweg als geeigneter Standort gewählt. Im November 2000 kaufte die damalige «Vision Kunsteisbahn KEB Oberthurgau AG» knapp 13 000 Quadratmeter des Landes der Alkoholverwaltung. «Zu einem Preis unter Brüdern», wie Richard Stäheli sagt. Dann ging alles schnell: Gegen das Baugesuch sind nur wenige Einsprachen wegen des Verkehrs eingegangen. Diese konnten gemäss Stäheli rasch geklärt werden, und so begannen im April 2001 die Bauarbeiten. Sechs Monate später, im Oktober, wurde im EZO Eröffnung gefeiert.
Nach fünf Jahren zogen die Verantwortlichen Bilanz, und diese fiel nicht positiv auf. «Entgegen der ursprünglichen Annahme war ein kostendeckender Betrieb der Kunsteisbahnanlage nicht möglich. Die EZO AG hat sich deshalb an die Regionalplanungsgruppe Oberthurgau (RPO) gewandt.
Ab dem Jahr 2008 sprachen die beteiligten Gemeinden dem EZO Betriebszuschüsse von jährlich 170 000 Franken zu. «So sind wir immer wieder mit einem blauen Auge davongekommen», sagt Stäheli. Auf die hohe Kante legen konnte die AG aber nichts.
12 Millionen investiert
Dennoch versichert Stäheli: «Wir haben die Anlagen gut in Schuss gehalten. Erst kürzlich haben wir die Fassaden und Böden sanieren lassen.» Stäheli geht davon aus, dass in den nächsten fünf Jahren nichts Grösseres an Renovationsarbeiten oder Investitionen anfällt. «Unvorhersehbares ausgenommen.» Bis heute hat die AG rund 12 Millionen Franken ins EZO investiert.
Verfasser: Michèle Vaterlaus
Publikation: Redaktion St.Galler Tagblatt (21.03.2012, 01.07 Uhr)
Original Artikel (Online/External)
Erfolgsgeschichte für die Region Oberthurgau
Das EZO Eissportzentrum Oberthurgau in Romanshorn ist seit seiner Eröffnung im Jahr 2001 eine Erfolgsgeschichte für die Region Oberthurgau. Für Jung und Alt bietet sich mit dem EZO gerade während der Wintermonate eine Option, sich sportlich zu betätigen. Neben der Nutzung als Anlage für den Breitensport konnte sich das EZO vor allem auch als Sportstätte etablieren, in welcher Profi-Eishockey-Teams ihre Trainingslager durchführen und sich auf wichtige Spiele vorbereiten können.
Damit der Betrieb und der Unterhalt des EZO’s langfristig gesichert ist, beteiligen sich die Oberthurgauer Gemeinden seit 2013 mit einem jährlich fix festgelegten Beitrag an den Betriebskosten.
Verfasser: Stadt Arbon
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